Rudolf Mašl (Maschl)

Schlosser. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1920    † 1943

 

Herkunft, Beruf

Rudolf Mašl wurde am 30.5.1920 in Wien geboren. Er arbeitete als Schlosser. Rudolf Mašl lebte in der damaligen Kriegsheimkehrersiedlung in Wien-Hirschstetten.

KVB, Reichsarbeitsdienst, eingezogen in die deutsche Wehrmacht

Ab 1935 war Rudolf Mašl im kommunistischen Jugendverband tätig. Nach 1938 war er zuerst beim Reichsarbeitsdienst, später bei der deutschen Wehrmacht. Im Juni 1942 kam er von Oslo, wo er stationiert war, nach Wien zurück.

"Soldatenrat", Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Rudolf Mašl wurde von der Gestapo, die bereits die Tätigkeit der Gruppe "Soldatenrat" aufzurollen begonnen hatte, observiert und, nach Oslo zurückgekehrt, dort verhaftet. Ab Juli  1942 war er im Wehrmachtsuntersuchunsgefängnis inhaftiert. Am 17. 3. 1943 wurde er zum Tode verurteilt. Am 27.8.1943 wurde er im Landesgericht I in Wien hingerichtet.

Aus dem Urteil

„(…) ergab sich, dass im Herbst 1938 Mašl und die Hartmann sich ebenfalls kennen lernten. Diese war später führende Funktionärin im KJVÖ und hat sich in besonders gefährlicher Weise staatsfeindlich betätigt. Zwischen Mašl und der Hartmann entspann sich ein Liebesverhältnis. Beide unternahmen häufig Wanderungen und Ausflüge zu zweien. Bei den sich dabei ergebenden politischen Gesprächen erörterten sie Tagesfragen vom kommunistischen Standpunkt aus. (…) Im Herbst 1941 teilte die Hartmann dem Mašl gelegentlich eines Urlaubs mit, dass der KJVÖ die Versendung zersetzender Flugschriften an Wehrmachtsangehörige plane. Sie forderte ihn auf, ihr zu diesem Zwecke Feldpostanschriften zu überlassen. (…) Als Mašl von seinem Wehrmachtsurlaub zu seinem Truppenteil zurückfuhr, übergab ihm die Hartmann je ein Stück der kommunistischen Flugschrift »Soldatenrat« und »Rote Jugend«.“

Kriegerdenkmal, Gedenkstein, Gedenktafel

Sein Name steht auf dem Kriegerdenkmal vor dem Friedhof in Hirschstetten (Wien 22; Quadenstraße 11); auf dem Grab der Familie Maschl am Friedhof Hirschstetten steht für ihn und seine Braut Elfriede Hartmann ein Gedenkstein (E-3-52); sein Name steht auf der 1988 von der KPÖ-Donaustadt gestifteten Gedenktafel (Wien 22, Wurmbrandgasse 17).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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